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$45 Millionen Kryptobetrug aufgedeckt: „Operation Atlantic“ identifiziert Opfer in den USA, Großbritannien und Kanada

Internationale Strafverfolgungsbehörden unter der Leitung der britischen National Crime Agency (NCA) haben im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen Betrug bei Kryptowährungsinvestitionen mutmaßliche Erlöse aus Straftaten in Höhe von mehr als 12 Millionen US-Dollar eingefroren und über 20.000 Opfer identifiziert. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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$45 Millionen Kryptobetrug aufgedeckt: „Operation Atlantic“ identifiziert Opfer in den USA, Großbritannien und Kanada
  • Im Rahmen der Operation Atlantic der NCA wurden über 12 Millionen US-Dollar an kriminellen Krypto-Erlösen eingefroren und 20.000 Opfer in drei Ländern identifiziert.
  • Weltweit wurden Kryptowährungsbetrugsfälle im Gesamtwert von mehr als 45 Millionen US-Dollar erfasst, was zeigt, wie weit verbreitet Phishing mittlerweile ist.
  • Die NCA und ihre Partner werden die Erkenntnisse aus der Operation Atlantic weiter analysieren, um Verdächtige zu verfolgen und weitere Opfer zu unterstützen.

Operation Atlantic: NCA geht gegen Approval-Phishing-Betrug vor und friert über 12 Millionen Dollar ein

Die einwöchige Aktion namens „Operation Atlantic“ wurde gemeinsam von der NCA, dem US-Geheimdienst, der Ontario Provincial Police und der Ontario Securities Commission durchgeführt. Im Mittelpunkt der Operation stand eine Betrugsmethode namens „Approval Phishing“, bei der Kriminelle Opfer dazu verleiten, über gefälschte Investitionsplattformen Zugriff auf ihre Wallets zu gewähren.

Die Opfer werden in der Regel durch scheinbar legitime Investitionsmöglichkeiten im Bereich Kryptowährungen angelockt. Sobald sie eine Transaktion genehmigen, erlangen die Kriminellen direkte Kontrolle über ihre digitalen Wallets und entziehen die Gelder.

Mehr als 20.000 Opfer wurden im Vereinigten Königreich, in Kanada und in den Vereinigten Staaten identifiziert. Die Ermittler konnten zudem Kryptowährungen im Wert von über 45 Millionen Dollar nachverfolgen, die weltweit durch Betrugsmaschen gestohlen wurden. Ein britisches Opfer, das im Rahmen der Aktion identifiziert wurde, soll durch die Masche mehr als 52.000 Pfund verloren haben.

NCA: „Wir wissen, dass Betrüger weltweit operieren“

Die NCA empfing die teilnehmenden Behörden in ihrem Londoner Hauptquartier. Der Austausch von Informationen in Echtzeit ermöglichte es den Ermittlern und Partnern aus der Privatwirtschaft, illegale Transaktionen nachzuverfolgen und Opfer zu identifizieren, solange die Gelder noch wiederbeschaffbar waren.

Die City of London Police, die Financial Conduct Authority (FCA) und andere internationale Strafverfolgungsbehörden beteiligten sich neben Partnern aus der Privatwirtschaft an der Operation. Miles Bonfield, stellvertretender Ermittlungsleiter der NCA, sagte, die Operation habe gezeigt, was möglich ist, wenn internationale Behörden und die Privatwirtschaft Seite an Seite arbeiten. Er erklärte, die Aktion habe dazu beigetragen, Tausende von Opfern im Vereinigten Königreich und im Ausland zu schützen und Kriminelle zu stoppen, bevor weitere Gelder transferiert werden konnten.

„Wir wissen, dass Betrüger weltweit agieren, und gemeinsam mit unseren internationalen Partnern wird auch die NCA gegen sie vorgehen, wo auch immer sie ihren Sitz haben“, sagte Bonfield. Die öffentlich-private Zusammenarbeit soll ein zentraler Bestandteil der im letzten Monat angekündigten Betrugsbekämpfungsstrategie der britischen Regierung werden. Diese Strategie zielt darauf ab, Daten, Wissen und Fachkenntnisse aus der Wirtschaft und den Strafverfolgungsbehörden zu vernetzen, um ein früheres Eingreifen in laufende Betrugsfälle zu ermöglichen.

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Die NCA und ihre Partner betonten, dass sie die während der Operation Atlantic gesammelten Erkenntnisse weiterhin analysieren werden, um identifizierte Opfer zu unterstützen und Strafverfahren aufzubauen. Approval-Phishing hat sich in den letzten Jahren zu einem der wirksamsten Werkzeuge von Krypto-Betrügern entwickelt. Opfer merken oft erst, dass sie den Zugriff auf ihre Wallet abgetreten haben, wenn das Geld bereits weg ist.