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11 US-Senatoren fordern das Finanzministerium und das Justizministerium auf, Binance wegen Risiken im Zusammenhang mit Iran-Sanktionen zu untersuchen

Die Demokraten im Senat drängen auf eine Untersuchung von Binance durch die Bundesbehörden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Sanktionen und Geldwäschegesetze und verstärken damit die Kontrolle der Kryptobörse angesichts der Befürchtung, dass deren Compliance-Verstöße ernsthafte Risiken für die nationale Sicherheit der USA darstellen könnten.

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11 US-Senatoren fordern das Finanzministerium und das Justizministerium auf, Binance wegen Risiken im Zusammenhang mit Iran-Sanktionen zu untersuchen

Senatsdemokraten fordern Untersuchung von Sanktionen gegen Binance

US-Senatoren haben am 27. Februar einen Brief an das Finanz- und Justizministerium geschickt, in dem sie eine Untersuchung von Binance fordern, da Berichten zufolge die Krypto-Börse möglicherweise gegen US-Sanktionen und Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche verstößt, was Bedenken hinsichtlich potenzieller Risiken für die nationale Sicherheit aufwirft.

„Wir schreiben Ihnen, um unsere Besorgnis über die Risiken illegaler Finanzgeschäfte durch das Digital Asset-Unternehmen Binance Holdings Ltd. (Binance) zum Ausdruck zu bringen. Jüngste Berichte geben Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen gegen illegale Finanzgeschäfte bei der Digital Asset-Börse Binance sowie hinsichtlich der Einhaltung der für 2023 vereinbarten Vergleichsbedingungen wegen offensichtlicher Verstöße gegen Sanktionsvorschriften und Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche“, schrieben die Gesetzgeber und fügten hinzu:

„Wir fordern Sie dringend auf, eine umgehende und umfassende Überprüfung der Einhaltung der Sanktionen auf der Plattform durchzuführen, um sicherzustellen, dass diese nicht erneut gegen das Gesetz verstößt und die nationale Sicherheit der USA gefährdet.“

In ihrem Brief an Finanzminister Scott Bessent und Generalstaatsanwältin Pam Bondi betonten die Senatoren, dass „unsere nationale Sicherheit gefährdet ist, wenn Binance die finanziellen Aktivitäten von Terroristengruppen oder anderen Gegnern der Vereinigten Staaten unterstützt, die unserem Land Schaden zufügen wollen“. Die Gesetzgeber „forderten Bondi und Bessent auf, eine gründliche und unparteiische Untersuchung zum Schutz und zur Sicherheit des amerikanischen Volkes durchzuführen“.

Der Brief wurde von elf US-Senatoren unterzeichnet: Chris Van Hollen aus Maryland, Elizabeth Warren aus Massachusetts, Jack Reed aus Rhode Island, Mark R. Warner aus Virginia, Catherine Cortez Masto aus Nevada, Tina Smith aus Minnesota, Raphael Warnock aus Georgia, Andy Kim aus New Jersey, Ruben Gallego aus Arizona, Lisa Blunt Rochester aus Delaware und Angela D. Alsobrooks aus Maryland. Ihre Vorwürfe gegen Binance sind nach wie vor unbewiesen, und zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine neuen Verstöße offiziell festgestellt.

Die Senatoren schrieben weiter: „Wir fordern daher das Finanzministerium und das Justizministerium auf, eine zeitnahe und gründliche Untersuchung der Sanktionskonformitätsfunktionen von Binance durchzuführen, einschließlich möglicher Vergeltungsmaßnahmen gegen das Compliance-Personal von Binance und der Einhaltung der Vergleichsvereinbarungen von 2023 durch das Unternehmen. Die seit langem etablierte Rolle von Binance im Bereich der illegalen Finanzgeschäfte weltweit bedeutet, dass es von entscheidender Bedeutung ist, hinsichtlich der Risiken an der Börse wachsam zu bleiben.“ Sie fuhren fort:

„Wir halten eine Überprüfung der oben genannten Vorwürfe zum jetzigen Zeitpunkt für notwendig und angemessen.“

Sie verwiesen auf unbestätigte Medienberichte, wonach digitale Vermögenswerte in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar über Binance an iranische Einrichtungen mit Verbindungen zum Terrorismus, darunter die vom Iran unterstützten Houthis und die Islamische Revolutionsgarde des Iran, weitergeleitet worden seien, und verwiesen auf Behauptungen, dass einer der Anbieter der Börse 1,2 Milliarden US-Dollar an mit dem Iran verbundene Einrichtungen weitergeleitet habe. Die Gesetzgeber äußerten auch Bedenken hinsichtlich der früheren Vereinbarung von Binance mit dem Justizministerium und den damit verbundenen Vergleichen mit dem Finanzministerium und der Commodity Futures Trading Commission und argumentierten, dass jede Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen die Schutzmaßnahmen zur Wahrung der nationalen Sicherheit der USA untergraben könnte. Der Iran befindet sich derzeit in einem direkten, groß angelegten militärischen Konflikt, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar koordinierte Militärschläge gegen mehrere Ziele im Iran durchgeführt haben, was eine erhebliche Eskalation der Feindseligkeiten zwischen den Nationen darstellt.

Unabhängig davon leitete der US-Senator Richard Blumenthal aus Connecticut Anfang dieser Woche über den Ständigen Untersuchungsausschuss des Senats eine formelle Untersuchung ein und verfolgte damit einen direkteren Ansatz als der Gruppenbrief, indem er eine Kongressuntersuchung zu den Compliance-Praktiken von Binance einleitete.

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FAQ 🧭

  • Warum nehmen die Demokraten im Senat jetzt Binance ins Visier? Die Gesetzgeber verweisen auf neue Berichte, in denen Sanktionsverstöße und illegale Finanzrisiken im Zusammenhang mit der Börse Binance behauptet werden.
  • Welche Risiken ergeben sich daraus für Krypto-Investoren? Eine verstärkte behördliche Kontrolle könnte sich auf den Betrieb, die Liquidität und die allgemeine Marktstimmung von Binance auswirken.
  • Wie könnte sich dies auf frühere Vergleiche von Binance auswirken? Die Aufsichtsbehörden könnten überprüfen, ob Binance seine früheren Vereinbarungen und Vergleiche einhält.
  • Erhöht dies den regulatorischen Druck auf den Kryptosektor? Die Untersuchung könnte eine strengere Durchsetzung von Sanktionen und Anti-Geldwäsche-Vorschriften auf allen Plattformen für digitale Vermögenswerte signalisieren.
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